Erfahrungsbericht zum digitalen Lehrerplaner Eduplanio: Strukturiert durch den Schulalltag

veröffentlicht von: Ralf

Geordnetes Chaos - das ist die vielleicht beste Beschreibung für das, was sich früher auf dem Arbeitstisch meiner Frau abgespielt hat, wenn sie an ihrer Unterrichtsvorbereitung saß. Rechts und links verteilten sich geöffnete Lehrbücher, Ordner mit der Stundendokumentation aus den Vorjahren, Schülerlisten und Stoffverteilungspläne, dazwischen ein Laptop, das Dienst-iPad und ein Lehrerkalender, in dem zahlreiche Streichungen die rege Nutzung bezeugten. Weil der Platz darin regelmäßig nicht gereicht hat, kamen noch händische Aufgabenlisten auf losen Blättern dazu. Für sie hat dieser Zustand über Jahre funktioniert. Aber nur, weil etwas funktioniert, heißt das nicht, es würde keinen Verbesserungsbedarf geben - oder dass man damit zufrieden wäre. Für meine Frau war Eduplanio deshalb ein willkommener neuer Begleiter.

Zuerst waren Lose-Blatt-To-Dos Geschichte...

Ursprünglich war der Einsatz von Eduplanio nur als To-Do-App gedacht, also als Erinnerungshilfe für den Schulalltag. Ihre Idee war es, ihre Aufgabenlisten digital zu verwalten. Eine herkömmliche To-Do-App kam für sie aber nicht in Frage, weil diese nur sehr eingeschränkt für den Einsatz im Schulalltag geeignet sind. Stattdessen sollte es eine Lösung sein, die sich am Stundenplan orientiert und die Aufgaben automatisch neu sortiert, wenn sich der Stundenplan ändert. Genau das ist bei Eduplanio der Fall.

Durch den Wechsel von Papier zu digital konnte sie gleich zwei Probleme lösen: Zum einen war sie nicht mehr darauf angewiesen, ihre To-Dos auf losen Blättern zu sammeln, die dazu neigen, zwischen anderen Unterlagen zu verschwinden. Zum anderen wurde das Aufgabentracking deutlich schneller und übersichtlicher, weil sich die Aufgabenlisten in Eduplanio selbst sortieren und ohne Streichen und Radieren aktualisiert werden können.

..., dann konnte sie die Unterrichtsplanung straffen.

Nach mehreren Jahren im Schuldienst fällt die Feinplanung bei meiner Frau nicht mehr so detailliert aus, wie sie es im Studienseminar gelernt hat. Oft genügen ein paar Stichpunkte zu Inhalten und Materialien, die sie in der jeweiligen Stunde verwenden möchte. Die Stundennotiz-Funktion von Eduplanio ist perfekt für solche kurzen Stichpunktsammlungen geeignet. Gleichzeitig lassen sich wichtige Infos abspeichern, zum Beispiel dazu, bei welchen Schülern vergessene Hausaufgaben kontrolliert werden müssen. Die Notizfunktion ist darüber hinaus zur Stundendokumentation geeignet, will man später noch besondere Vorkommnisse nachvollziehen können oder festhalten, welche Elemente der Stunde gut oder weniger gut funktioniert haben.

Was die Vorbereitung zusätzlich erleichtert, ist, dass meine Frau ihre Stoffverteilungspläne mittlerweile ebenfalls mit Eduplanio verwaltet. Die alten tabellarischen Pläne, die sie im Laufe des Schuljahres immer wieder durch Streichungen und Ergänzungen bearbeiten musste, sind jetzt einem übersichtlichen Kalender gewichen. In diesem kann sie Themen als Zeitspanne festlegen, per Drag and Drop anpassen, wenn es nötig ist, und die Sequenzplanung in einer Notiz hinterlegen. Weil Eduplanio die Inhalte für die jeweilige Woche direkt in der zentralen Wochenübersicht anzeigt, hat sich das Suchen in den ausgedruckten Tabellen ebenfalls erledigt. Stundenplan, Aufgabenlisten, Notizen und Stoffverteilungspläne finden sich alle in der gleichen Ansicht.

Meine Frau ist kein App-Mensch

Heute sieht ihr Arbeitsplatz deutlich aufgeräumter aus, auch wenn Arbeitsblätter und Bücher immer noch zum Alltag gehören. Mehr Übersicht bedeutet weniger Suchen, was ihr eine Menge Zeit spart. Eduplanio ist für sie deshalb mittlerweile ein täglicher Begleiter - und das, obwohl meine Frau ansonsten keineswegs immer digitale Lösungen bevorzugt. Ein von uns vor Jahren gekaufter E-Book-Reader hat für sie nie gedruckte Bücher ersetzen können. Das Smartphone war lange Zeit in erster Linie ein Telefon, kein PC im Hosentaschenformat. Und wichtige Termine stehen nach wie vor im Wandkalender.

Eduplanio hat sie trotzdem überzeugt, weil die App ihren Arbeitsalltag merklich vereinfacht. Besonders ein Vorteil wirkt für sie schwer: Eduplanio erinnert sie heute selbst an Kleinigkeiten, seien es noch ausstehende Kopien von Unterrichtsmaterialien, eine E-Mail an Eltern oder Fragen an einen Kollegen. Dinge, die früher nicht immer auf einem Zettel gelandet sind, weil sie den Aufwand vermeintlich nicht wert waren, nur um sie dann im Hinterkopf behalten und am Ende doch mit dem Gefühl leben zu müssen, etwas vergessen zu haben. Diesen "Mental Load" hat Eduplanio ihr abnehmen können.